Beiträge von BMW_Fan_Berlin

    ...spannende Frage. Ich dachte daran, weil, wenn die Theorie stimmt, Reifen mit dem größten denkbaren Umfang auch am meisten Vmax aus dem Wagen rausholen können. Aber wenn ich es richtig sehe, kommen wir beim i4 mit M-Ausstattung bzw. i4 M50 über die Maße 255/35/20 regulär nicht hinaus?


    Ich muss aber gestehen, dass das für mich jetzt eher eine theoretische Frage ist. Ich habe meinen i4 edrive40 mit der M-Ausstattung nur geleast, der Wagen ist mit den 2ß" Aero 862 Felgen für die Sommerbereifung ausgestattet, die ich jetzt bei dem Wagen ziemlich OK finde. Insgesamt ergibt das bei dem Wagen ein stimmiges Bild.


    Ich habe gerade einige DOTZ-Felgen, teilweise auch montiert am i4, beim Stöbern im Netz gesehen und bin ehrlicher Weise ins Träumen gekommen.


    Also noch einmal des Interesses halber: 21" Felgen – etwa mit Bereifung 255/35/201 – würden theoretisch dann auch eine höhere Vmax zur Folge haben? Das müsste ja so sein...

    P.S. Aber dann verstehe ich es wiederum doch nicht ganz: Weil das würde bedeuten, dass die i4 35er und 40er Modelle grundsätzlich mit der 17" Bereifung (225/55/17 = 679,30 mm Umfang, früher abregeln als alle anderen i4-Modelle mit den größeren Bereifungen (mit Ausnahme der 18" WR) – d.h. dass sie wegen der Bereifung eine geringere Vmax haben als die anderen.


    Aber das widerspricht dann wiederum der Erfahrung der Hahnenkamm, dessen i4 die Vmax nach Tacho zuverlässig erreicht.

    Die 193 km/h hatte ich quasi bei Fahrzeugabholung und so ist es mit Sommer- und Winterbereifung. Verschleiß nach 44500km 50/50 Sommer/Winter hat keinen Einfluss.


    Noch passt es logisch nicht ganz. Irgendwo ist da noch ein Parameter, der eine Rolle spielt.


    Ich bin gespannt auf die GPS-Messung von Hahnenkamm. Und auch auf meine Messungen im Sommer.


    Schade, dass es nicht noch mehr Reifenkombinationen für den i4 zur Auswahl stehen – liegt in dieser Frage der Abregelung im Vmax-Bereich auch der Grund dafür?


    Für den G26 gibt es ja noch einige andere Kompletträder zur Auswahl.


    je nach Reifendimension hast du +/-3% Unterschied beim Umfang, der gesetzlich erlaubt ist,
    der Tacho ist auf einen gemittelten Reifen eingestellt, ich glaube zumindest beim i4 M50 ist das die 245er/255er/40/19 Kombi,


    Wobei mir auch das logisch erscheint: Dass der Tacho, schon weil er geeicht ist, fix eingestellt ist. Das spräche dann wieder gegen die Überlegung, dass sich der Tacho "intelligent" in Abhängigkeit von der Bereifung feinjustiert. Wir reden ja hier von Feinjustierung, nicht von einer grundsätzlichen Neueinstellung.


    Das alles spricht also zunehmend dafür, dass die Abweichungen der Geschwindigkeiten nicht (bzw. vernachlässigbar geringfügig) eine Frage der Messung durch den Tacho sind, als vielmehr der real erreichten Geschwindigkeit. Die Reifen vermindern einfach physikalisch durch den geringeren Umfang die Höchstgeschwindigkeit, weil die Höchstdrehzahl, ab der die Begrenzung eingreift, früher erreicht wird.

    Hat schon mal jemand versucht in den Reifeneinstellungen andere Radgrössen einzugeben?

    Ich habe zum Beispiel Reifen montiert die der i4 nicht automatisch erkannt hat und musste den Typ von Hand eingeben.


    Evtl. wird die angezeigte Geschwindigkeit vom eingestellten Reifentyp beeinflusst?

    Die Frage ist auch deshalb interessant, weil sie noch einmal die Aufmerksamkeit darauf lenkt, dass das System unmittelbar mit der Reifengröße operiert:


    Die Tatsache, dass bei der Rekalibrierung der Reifendrücke nach dem Reifenwechsel die Reifen vm System erkannt werden, spricht ja klar dafür, dass die Reifengröße für die Bordelektronik eine zentrale Rolle spielt. Das System "rechnet" mit den Reifengrößen als Parameter.


    Diese Tatsache würde dann nochmals dagegen sprechen, dass die Ursache der verminderten Vmax sozusagen auf Tacho-Seite zu suchen ist: Denn mit der Erkennung der Reifen sollte, so ist anzunehmen, automatisch im System auch eine evtl. Korrektur der Tachomessung stattfinden.


    Mich würde trotzdem interessieren, welche realen Werte der i4 im Allgemeinen erreicht, besonders im Sommer, aber auch jetzt mit Winterbereifung. Insbesondere bei 19" WR sollte die Abweichung ja nicht so groß sein wie beim Wechsel von 20" SR auf 18" WR. – So 100% habe ich es noch nicht verstanden, weil es doch unterschiedliche Erfahrungen zu geben scheint. Deshalb wären möglichst viele GPS-Messergebnisse schon recht interessant.

    Ich hab ja auch deine anderen Posts hier alle gelesen und kann das ja auch absolut nachvollziehen, dass du alles an deinem i4 verstehen willst.

    Genau das will ich: möglichst alles an meinem i4 verstehen :)


    Und beginne es zu verstehen...! (Noch nicht ganz verstehen kann ich, weshalb die 17" Bereifung mit 679,3 mm Umfang dann trotzdem an die gleichen Vmax-Werte herankommt wie die im Umfang doch erheblich größere 19" und 20"-Zoll-Bereifung. Weil die Werkeinstellung des Tachos dann bei der Normal-Version eine andere als bei den M-Modellen ist? Aber dann müsste die 17"-Version real eine niedrigere Vmax erreichen, weil die Abregelung nach Drehzahl und nicht nach Tacho-Werten geschieht? Den Punkt verstehe ich noch nicht. Außerdem werden ja auch Nicht-M-Versionen mit 19" und 20"-Bereifung bestellt...)



    Aber die ganze technische Grundlage hat @k_floi das wirklich EXZELLENT erklärt :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Ich lese die Erklärung von @k_floi als Erklärung für die reale Abweichung der Geschwindigkeit, d.h. der Tacho zeigt (mit der üblichen u. völlig akzeptablen Voreilung) beim Wechsel von 20" SR auf 18" WR zurecht eine niedrigere Vmax an.


    Demnach wäre die Ursache des Problems nicht in der Tacho-Abweichung zu suchen, sondern in dem realen Verlust im oberen Geschwindigkeitsbereich aufgrund der früher erreichten Höchstdrehzahl – und die zeigt der Tacho dann natürlich an.


    So ergibt das Sinn, und so ist es mMn auch vollkommen hinnehmbar: Denn im Winter werden ohnedies andere Reisegeschwindigkeiten gefahren als im Sommer und dies gilt erst recht beim Elektrofahrzeug aufgrund der im Winter reduzierten Reichweite.


    Ich beginne zu verstehen! DANKE!

    Ok, ich fasse zusammen: Es gibt 2 Erklärungsansätze für die Abweichung von der Werksangabe, vorausgesetzt, die Abweichung liegt an unterschiedlichen Reifendimensionen:


    1.) Abregelung Motordrehzahl: Da der edrive40 und der edrive35 Hinterradantrieb haben, ist hier vor allem die Differenz der Reifenumfänge auf der Hinterachse entscheidend. Die Reifenumfänge zwischen SR und WR unterscheiden sich z.B, in meinem Fall auf der HA zwischen SR mit 255/35 R20 und WR 245/45 R18. Die kleineren Reifenumfänge der WR lassen die Elektronik früher abregeln, weil die Höchstdrehzahl schneller erreicht ist => Die reale Geschwindigkeit wird geringer. Dies würde erklären, weshalb sowohl die auf dem Tacho angezeigte als vor allem auch die GPS gemessene Vmax vom Zielwert abweicht.


    2.) Tacho-Abweichung durch verschiedene Reifenumfänge. Die zweite Erklärung lautet, dass die geringeren Reifenumfänge der WR, vor allem weil sie auf beiden Achsen gleich sind, den Tacho eher voreilen lassen, und folglich eigentlich der Tacho bei SR, die allerdings bei 20" Radsätzen Mischbereifungen sind, weniger voreilen würde? Das würde nämlich bedeuten, dass sich die beiden Abweichungen zwischen 1) und 2) gegenseitig ausgleichen.


    Gegen diese Erklärungen spricht grundsätzlich die Erfahrung von Hahnenkamm, bei dem die Tacho-Vmax sowohl mit SR als auch mit WR gleich ist, wobei in beiden Fällen die Reifenumfänge gleich sind.


    Würde das darauf hinweisen, dass der Tacho automatisch ab Werk auf die Auslieferungsbereifung eingestellt wird? Das würde nämlich dann erklären, warum die Abweichung besonders z.B. in meinem Fall auffällt, wohingegen sie z.B. bei Hahnenkamm nicht auffällt: Weil dort die Elektronik ab Werk auf die 17" Bereifung eingestellt war.

    Ja, da bin ich gespannt!


    Wie gesagt: Ich will niemanden dazu verleiten, die Vmax zu testen, der das nicht von sich aus ohnedies tun würde – zumal ja diese Geschwindigkeit, bei freier Autobahn und entsprechenden Witterungsverhältnissen – heutzutage wirklich keine große Sache mehr ist.


    Aber es würde mich wirklich interessieren, was dabei herauskommt, wenn wir mehrere Messungen sammeln. Bis jetzt habe ich von keiner GPS-Messung gehört, die annähernd die Werksangabe erreicht.


    Ich habe mit zwei Apps auf dem iPhone gemessen, wobei die App "Tacho" den Vorteil hat, dass sie die Werte aufzeichnet, so dass man während der Fahrt nicht auf das Smartphone schauen muss, sondern die Werte hinterher analysieren kann.


    184,2 km/h war bisher das absolute Maximum, das mein i4 bei beiden Apps gebracht hat. Wenn ich wieder Zeit habe und die Witterungsbedingungen besser sind, werde ich noch einmal messen. Gespannt bin ich auf die Werte mit Sommerreifen. Die Vermutung ist aber wie gesagt, dass sich durch die Reifen im Wesentlichen nur die Tacho-Werte ändern, aber nicht die tatsächliche Geschwindigkeit.

    Ja, ich wollte es jetzt doch noch einmal wissen und bin mit meinem i3s auf die Autobahn gefahren – gleiche Strecke wie mit dem i4.


    Der i3s hat laut Werk eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.


    Der i3s steht jetzt im Winter auf den sog. Asphaltschneidern, das sind BMW Felgen 428 Turbinenstyling auf Blizzak LM-500 Reifen, 155/70 R19 88T.

    Es ist kalt in Berlin, wir haben -2 Grad auf der Autobahn gehabt, die Fahrbahn trocken. Ich behaupte, das sind für den kleinen i3s erst einmal ungünstige Bedingungen, die angegebene Vmax zu erreichen.


    Ich komme soeben von der Autobahn zurück:

    Der i3s schiebt sich mit der gewohnten Dynamik pfeilschnell nach vorne Richtung 160, als wolle er weiter Richtung 180, regelt dann aber nach Tacho bei 163 km/h ab. GPS: 158 km/h.

    Das ist eine Abweichung, die mir unter diesen Bedingungen vollkommen in Ordnung scheint.


    Im Sommer messe ich auf der Sommerbereifung nach Tacho 165 km/h, die er ebenfalls spielerisch erreicht, und nehme an, dass es sich um die Vmax nach Werksangabe handelt, allerdings habe ich das noch nicht gemessen.

    Zunächst grundsätzlich: Wir reden von zweierlei Dingen, der Geschwindigkeit nach Tacho und der realen Geschwindigkeit, die sich annähernd genau per GPS messen lässt.

    Selbstverständlich ist auch GPS nicht 100% präzise, aber für unsere Zwecke doch ziemlich genau – genauer jedenfalls als der Tacho.


    Inzwischen lautet auch meine Überlegung: Die Tacho-Differenzen leiten sich von den verschiedenen Reifendimensionen (und ggf. den übrigen Reifendaten einschließlich Profiltiefe, Reifendrücken usw. ab). Verschleiss kann man in meinem Fall vernachlässigen, weil sowohl die Sommer- als auch die Winterreifen neu sind.


    Es gibt aber weiter oben dann eben wieder auch die Berichte, z.B. von Hahnenkamm, dass er keinen Unterschied bei den nach Tacho gemessenen Geschwindigkeiten zwischen Sommer- und WInterbereifung feststellen kann.

    Ja, ich fahre Sommer wie Winter die selbe Dimension.

    Die 193 km/h hatte ich quasi bei Fahrzeugabholung und so ist es mit Sommer- und Winterbereifung. Verschleiß nach 44500km 50/50 Sommer/Winter hat keinen Einfluss.


    Und möchte ich etwas Wichtiges klarstellen, nicht, dass es nachher Missverständnisse gibt: Ich möchte niemanden zum Schnellfahren anstiften.


    Mich würde es sehr interessieren, ob GPS-Messungen der Vmax beim i4 überhaupt an die 190 km/h herankommen. Bis jetzt habe ich nämlich von keiner Messung gelesen, die an diesen Wert herankam – ganz gleichgültig, welche Reifen aufgezogen waren.


    Das Rätsel würde ich gerne für mich lösen. Und wenn das Rätsel gelöst ist, erzähle ich gerne dazu eine Anekdote aus grauen BMW-Vorzeiten, die in die gleiche Richtung geht wie mein Verdacht für den i4 und die Frage, ob er und falls ja, wann er die 190 überhaupt erreicht.

    Ja, und deshalb interessieren mich noch mehr Erfahrungen.


    Nach allem, was ich bisher gelesen habe, sind die meisten Leute mit ihren 192/193 km/h auf dem Tacho sehr glücklich, weil sie meinen, dass sie die versprochene Vmax mit 190 km/h abrufen.

    Manchen ist es auch egal usw., aber darum geht es hier nicht. Es geht um die abrufbare Vmax.


    Ich habe bisher aber nur von GPS-Meldungen gelesen, die sich beim i4 edrive40 zwischen 185 und 186 bewegen, und das deckt sich mit meinen eigenen Messungen.


    Wenn mein Verdacht richtig ist, dann fährt mein i4 mit der Winterbereifung keineswegs wesentlich langsamer als mit Sommerbereifung, sondern der Tacho eilt lediglich aufgrund der geänderten Bereifung weniger vor. Es sind sozusagen des Kaisers neue Kleider lediglich etwas durchsichtiger geworden.


    Und das würde ich gerne mit den Messdaten anderer vergleichen, wenn es welche gibt.