Jetzt muss ich aber auch meinen Senf dazu geben. Auf der einen Seite einen Unterschied bei unterschiedlichen DSP-Endstufenherstellern hören und auf der anderen Seite die Einstellungen eines DSP vom Mobiltelephone mit einem miesen Microphon herstellen? Da passt was nicht.
Hi Swen,
irgendwie habe ich mich wohl falsch ausgedrückt oder Du hast mich nicht richtig verstanden. Natürlich würde ich die Ersteinstellung mit Profiequipment machen lassen mit einem guten Microphon und einem PC.
Daß das nicht mit dem lausigen Smartfon Micro geht da sind wir uns einig. Ich messe meine HK Anlage auch mit dem Einmesssystem ein und messe dann sogar mit einem guten Levelmeter nach. Die letztliche Feinjustage mache ich erst im Laufe der Zeit, wenn ich einiges gehört habe mit der Einstellung. Da verwende ich kein Meßequipment mehr, das mache ich immer nach Gehör, weil ich auch mit bestem Meßequipment nicht das Gefühl habe das ist der "beste Klang", der drin steckt und immer ist noch was für mein Ohr raus zu holen ... IMMER! Und genau dafür ist so eine App im Fon gut meine ich.
Wenn ich da so sitze und ein paar Stunden gehört habe - vielleicht im Stand und dann während der Fahrt unter verschiedenen Bedingungen - mit verschiedenem Material, dann kommt bei mir oft das Gefühl auf hier und da muss ich einen Regler noch ein wenig verändern vielleicht nochmal die Laufzeit anpassen, etc. Da messe ich nix mehr mit dem Smartfon, das mache ich nach meinem Hörempfinden dann mit dem entsprechendem Regler in so einer App zum Beispiel. Für mich ist i.d.R. auch nicht das Ergebnis das Beste was ich mit Meßgeräten erreichen kann. Ich bin eigentlich kein Meßfan. Ich habe die Hörergebnisse eigentlich immer besser empfunden, wenn ich NACH DER EINMESSUNG noch kleine Änderungen vorgenommen habe, die meinem Hörgeschmack entgegen kommt.
Bei der Helix Psix mußte man immer einen PC anschließen um da noch was zu machen. So kann man das einfach am Fon machen. Vielleicht ist jetzt der Nutzen einer solchen App (für mich) deutlicher.
Auch ich bin nicht mehr der Jüngste und höre auch nicht immer alles gleich heraus im ersten Wurf zumal man zu einem solchen Zeitpunkt ja noch wenig auf einer neuen Anlage gehört hat. Aber gerade wenn man auf einer neuen Anlage mit den verschiedensten Stücken Hörerfahrung gesammelt hat, findet man doch erst heraus wo man noch nachregeln muss. Und gerade wenn ein Meßergebnis (mit gutem Equipment) richtig ist, dann heißt das noch lange nicht, daß gerade das älter werdende Ohr dieses Ergebnis auch als optimal wahrnimmt. Und gerade dann ist es doch gut schnell nachregeln zu können ohne viel Aufwand.
Dann kommt noch das Einspielen einer neuen Anlage dazu. Wenn auch bei einem Class D Verstärker und dem DSP da eher wenig einzupielen ist, so verändern in den meisten Fällen die neuen LS ihr Verhalten noch mehr oder weniger. Normal machst Du eine solche Messung / Einstellung ja immer direkt nach dem Ein- / Aufbau einer Anlage, wenn die Geräte nagelneu sind. Aber hast Du dieselbe Messung schon mal nach 100h - 200h Betrieb wiederholt? Falls nicht versuche das mal und vergleiche die beiden Ergebnisse. Der ein oder andere wird sich wundern wie groß die Unterschiede im vorher nachher Check sind (nach dem Einspielen z.B.).
Ich finde es immer amüsant, wenn Leute mit sau teurem Equipment sich Frequenzgänge und Laufzeiten mit einem DSP (??? .. da gebe ich Dir Recht, das sowas eigentlich gar nicht in eine Anlage gehört, aber im Auto ist es wirklich hilfreich müssen wir beide vielleicht sogar konstatieren) gerade ziehen und hernach sich einreden "das ist der beste Klang, der raus zu holen ist". Wer sagt denn das diese "beste Einstellung" mit dem persönlichem Hörvermögen oder gar Hörgeschmack wirklich optimal sein muss? Mal kurz drüber nachdenken ...
Highfidele Grüße,
Jürgen